Qualitätsinitiative NRW
Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung besser machen
Gesundheitsförderung und Prävention sind fester Bestandteil der Gesundheitslandschaft. Gesundheitsförderliche Programme sind in Betrieben, Schulen, Kindertagesstätten und vielen anderen Lebenswelten (Settings) verbreitet. Auch in der individuellen Lebensgestaltung der Menschen spielt Gesundheitsförderung eine zunehmende Rolle, etwa bei den Themen Ernährung und Bewegung. Dem entspricht eine mittlerweile schier unübersehbare Vielzahl an Inhalten und methodischen Ansätzen - für neue Handlungsräume, neue Zielgruppen, neue Themen...
In einem derart dynamischen Feld stellt sich zwangsläufig die Frage nach Qualität. Woran erkenne ich die guten und erfolgversprechenden Ansätze? Wie stelle ich die Qualität eigener Projekte sicher? In der Gesundheitsförderung hat sich in den letzten Jahren viel getan - den Überblick zu behalten, erfolgversprechende Ansätze zu identifizieren und geeignete Instrumente der Qualitätssicherung auszuwählen, ist nicht immer einfach.
Hier setzt die "Qualitätsinitiative NRW" an. Sie will
- einen Überblick über den Stand der Qualitätsdiskussion bieten
- die Auswahl eines geeigneten Qualitätsinstruments für eigene Projekte erleichtern
- in die Nutzung besonders verbreiteter und geeigneter Instrumente einführen
- den Zugang zu qualitätsgesicherten (Muster-)Projekten erleichtern
- Diskussion und Erfahrungsaustausch zu praktischen Fragen der Qualitätsentwicklung anregen und unterstützen.
Gegenstand der Qualitätsinitiative sind im Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention. Die Instrumente und Angebote der Qualitätsinitiative sind in weiten Teilen aber auch auf Projekte der Gesundheitsversorgung anwendbar.
Die Wege zur Qualität in Gesundheitsförderung und Prävention sind vielfältig, komplex und mitunter auch umstritten. Der Leitfaden "Qualität in Gesundheitsförderung und Prävention" will zur Orientierung beitragen. Dabei stehen zwei Fragestellungen im Vordergrund: Was bedeutet Qualität im Rahmen der Gesundheitsförderung? Was leisten die verfügbaren Qualitätsinstrumente?
Evaluationstools.de bietet Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsförderung und Prävention die Möglichkeit, sich über das Thema Evaluation, Voraussetzungen für deren Gelingen und geeignete Instrumente zu informieren. Evaluationstools.de wurde vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen im Rahmen der Evaluation der IN FORM „Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und Lebenswelten" mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt. Um das zusammengetragene Wissen nach der Evaluation der Aktionsbündnisse zu erhalten, hat das LZG.NRW evaluationstools.de portiert und in die Seiten der Qualitätsinitiative NRW integriert…
Methoden und Instrumente der Qualitätsentwicklung werden in Workshops oder anderen Fachveranstaltungen behandelt. Zur Zeit stehen hier bewährte Instrumente für die praktische Arbeit im Vordergrund.
Qualität in Gesundheitsförderung und Prävention hat auch eine themen-, setting- und zielgruppenspezifische Komponente. Diese spezifischeren Aspekte werden in spezialisierten Leitfäden oder Planungshilfen behandelt.
Wie Qualität in der Gesundheitsförderung ganz praktisch realisiert werden kann, lässt sich am besten durch beispielhafte Projekte veranschaulichen. Diese finden sich in spezialisierten Datenbanken.
Das Thema "Evaluation" nimmt unter den Aspekten der Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung eine besondere Rolle ein. Die praktische Umsetzung wird oft als schwierig empfunden. Evaluation in der Gesundheitsförderung muss deshalb pragmatisch ausgerichtet und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sein.
Die aus der Medizin übernommenen Konzepte und Methoden der "Evidenz" und "Evidenzbasierung" sind in der Gesundheitsförderung nur bedingt tauglich. In den letzten Jahren wurde das Methodeninventar allerdings weiterentwickelt. Ein spezifischer Evidenzbegriff für die Gesundheitsförderung nimmt Konturen an
Hier werden relevante Strukturen und aktuelle Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen zum Thema Qualitätsentwicklung dargestellt.